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Ihr Strompreis – Schritt für Schritt erklärt

Immer mehr Verbraucher wünschen sich aufgrund der gestiegenen Strompreise eine größere Transparenz und somit eine schnelle Übersicht über alle Faktoren, die den Preis beeinflussen.
 
Die folgende Übersicht gibt Antworten über die einzelnen Preisbestandteile und wie sie sich auf den Verkaufspreis auswirken:

Energiebezug

Nicht jeder Energieversorger kann selbst Strom produzieren und ist auf den Kauf von Energie angewiesen. Der Preis ändert sich von Tag zu Tag, da die Energie an der Börse gehandelt wird. Um Marktbewegungen auszugleichen, wird der Strom auf mehrere Einkäufe verteilt.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist eine von den Gemeinden erhobene Abgabe. Sie ist von den Netzbetreibern als Gegenleistung für die Verlegung von Leitungen im Gemeindegebiet abzuführen. Die Höhe der Konzessionsabgabe ist in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) geregelt und richtet sich nach der Einwohneranzahl. In Limburg beträgt die Konzessionsabgabe für Haushaltskunden 1,59 ct/kWh.

EEG-Umlage

Die Bundesregierung verfolgt im Rahmen der Energiewende das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent zu reduzieren. Erhebliche Mengen an klima-schädlichem Kohlendioxid werden durch die Nutzung erneuerbarer Energien eingespart. Daher unterstützt der Gesetzgeber die Energiegewinnung aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse oder Erdwärme mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
 
Besitzer von Solarmodulen, Windparks oder anderen Erneuerbare-Energien-Anlagen erhalten für einen Zeitraum von 20 Jahren die Garantie, dass der von ihnen erzeugte Strom („EEG-Strom“) zu einem festgelegten Tarif abgekauft wird, der über dem Marktpreis liegt. Dieser festgelegte Tarif wird als EEG-Vergütung bezeichnet.
 
Aus diesen vorgenannten Gründen halten wir die EEG-Umlage als unumgänglich, um das Ziel der Energiewende gemeinsam verwirklichen zu können. Die absolute Höhe einer solchen Umlage können wir aus unserer Position nur schwer beurteilen.
 
Der Gesetzgeber hat die Stromanbieter in die Pflicht genommen. Sie sind dafür verantwortlich, beim Kunden eine EEG-Umlage zu erheben und diese Umlage 1:1 an die Übertragungsnetzbetreiber weiterzureichen. Für jeden Stromanbieter gilt die gleiche EEG-Umlage, denn sie wird bundeseinheitlich festgelegt und beträgt zurzeit 6,88 ct/kWh.

Netzentgelte

Die Kosten für die Netzinfrastruktur werden über die Netzentgelte auf die Netznutzer und damit die Letztverbraucher im jeweiligen Versorgungsgebiet verteilt. Die Regulierungsbehörden von Bund (Bundesnetzagentur) und Ländern stellen sicher, dass die Netzentgelte angemessen und diskriminierungsfrei sind.

KWK-Umlage

Neben den Anlagen für erneuerbaren Energien gibt es noch eine zweite Art der Erzeugung. Hierbei handelt es sich um die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Bei dieser Erzeugungsart wird aus der eingesetzten Energie sowohl Strom als auch Wärme gewonnen. Vorteil ist vor allem der verringerte Brennstoffbedarf durch den die Schadstoffemissionen stark reduziert werden. Aus diesem Grund möchte die Bundesregierung auch hier die Stromerzeugung auf 25 % des gesamten Bedarfs erhöhen. Zurzeit beträgt der Satz 0,463 ct/kWh für einen Jahresverbrauch bis 1.00.000 kWh.

§ 19 StromNEV-Umlage

Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung bzw. Befreiung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten finanziert. Die aus der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.
 
Zurzeit beträgt der aktuelle Satz 0,388 ct/kWh für einen Jahresverbrauch bis 1.000.000 kWh.

Offshore-Haftungsumlage

Von der Bundesregierung ist eine Offshore-Haftungsumlage verabschiedet worden die den Ausbau von Offshore-Anlagen beschleunigen und Investitionen der Betreiber von Offshore-Windparks finanziell absichern soll. Zurzeit beträgt der aktuelle Satz -0,028 ct/kWh für einen Jahresverbrauch bis 1.000.000 kWh.

Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten

Um die Versorgungssicherheit im Stromnetz und die Systemsicherheit zu verbessern, wurde Ende 2012 von der Bundesregierung eine Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) beschlossen. Hierunter fallen große Verbrauchseinheiten, die kurzfristig von Netz gehen können und für eine bestimmte Zeit ihre Verbrauchsleistung reduzieren können. Im Gegenzug zur Abschaltung oder Reduzierung der Leistung erhalten diese eine Entschädigung, die in Form der Umlage gemäß AbLaV an die Endverbraucher umgelegt wird. Der aktuelle Satz beträgt zurzeit 0,006 ct/kWh.

Stromsteuer

Die Energiesteuer wird im Auftrag der Hauptzollämter erhoben und dient als einheitliche Grundlage zur Besteuerung von elektrischer Energie und Energieerzeugnissen aus anderen Energiequellen als Mineralöl. Zurzeit beträgt der Satz 2,05 ct/kWh.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer wird letztendlich auf alle Preisbestandteile aufgeschlagen und entspricht zurzeit 19 %.

Vertrieb und Verwaltung

Einen sehr kleinen Teil des Energiepreises machen die Vertriebs- und Verwaltungskosten aus. Hiermit kann die EVL ihr Service-Center, die Energieberatung, die Abrechnung sowie den 24-Stunden-Service gewährleisten.


Allgemeine Informationen

Informationen zu Strom

Elektrische Energie, kurz Elektrizität oder Strom genannt, wird etwa seit 1870 als Energie für die Beleuchtung und zum Antrieb von Maschinen genutzt. In Wärmekraftwerken, Wasserkraftwerken und Windkraftanlagen dienen Generatoren der Stromerzeugung. Zusammen mit der Stromerzeugung macht die Stromübertragung und -verteilung die Stromversorgung aus. Zur Stromverteilung muss der erzeugte Strom ins Netz eingespeist werden. Dies geschieht durch Transformatoren, die den Wechselstrom auf Netzspannung bringen.

Innerhalb eines Netzes müssen alle Generatoren zur Stromverteilung im Gleichtakt laufen. Ein dichtes Netz von Leitungen und Umspannstationen verbindet Kraftwerke und Verbraucher. Dieses Leitungsnetz ist, den Aufgaben entsprechend, in verschiedene Spannungsstufen gegliedert.
Das Höchstspannungsnetz mit Spannungen von 380 oder 220 Kilovolt (kV) dient der weiträumigen Übertragung hoher Leistungen über weite Entfernungen. Das Hochspannungsnetz mit 110 kV überträgt von Höchstspannungsknoten zu den Verbrauchsschwerpunkten.
Sie übernehmen somit die regionale Stromverteilung. Das Mittelspannungsnetz mit 10 oder 20 kV übernimmt die weitere Verteilung zu den Transformatorenstationen in Städten, Gemeinden oder zu Großabnehmern in der Industrie. Das Niederspannungsortsnetz der 1-kV-Ebene (von 1.000 – 380 Volt) bringt den Strom in Büros und Haushalte.

 

Technische Daten

Stand 2015

Einwohner

36.400

Hausanschlüsse

10.265

Zähler

22.670

Mittelspannungskabel

149,5 km

Niederspannungskabel

348,8 km

Mittelspannungsfreileitung

0 km

Niederspannungsfreileitung

15,5 km

Umspannstationen

253
Informationen zu Gas

Unser Gasrohrnetz und die Druckregelanlagen unterliegen einer ständigen fachkundigen Kontrolle und Wartung. Die zugelassenen Erdgasgeräte sind vollgesichert: Die Gaszufuhr wird sofort unterbrochen, wenn die Gasflamme erlischt.

Einrichtung, Änderung und Unterhaltung von Gasleitungen und -geräten werden nur von qualifizierten Fachfirmen des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks (SHK) ausgeführt.
Leistungen an Gasgeräten, die regelmäßig durchgeführt werden sollten, werden von der EVL angeboten. Zudem unterhält die EVL rund um die Uhr einen Bereitschaftsdienst.

Den für Sie zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister für Limburg und Umgebung finden Sie hier.

Für die Aartalgemeinde Holzheim ist zuständig:

  • Ferdinand Schickel, Auf dem Kleinfeld 25, 65626 Birlenbach
    Tel: 06432 83687

Für Flacht und Niederneisen ist zuständig:

  • Guido Kemmerling, Fichtenweg 5, 56739 Steinsberg,
    Tel. 06439 900871

 

Technische Daten

Stand 2015

Einwohner

39.900

Hausanschlüsse

8.449

Zähler

10.947

HD-Leitung

0,8 km

MD-Leitung

62,6 km

ND-Leitung

168,3 km

Übernahmestationen

4

Informationen zu Wasser

Im 19. Jahrhundert erfolgte die Wasserversorgung Limburgs noch durch Brunnen, auf denen eiserne Pumpen standen, und durch private "Wasserschöpfungsanlagen". In den Jahren 1881 bis 1884 wurde die erste öffentliche Wasserversorgungsanlage aufgebaut, die aus natürlichen Quellbrunnen gespeist wurde. Wasservorkommen gibt es in den Kalkgebirgszügen entlang der Lahn ausreichend. Entscheidend ist, dieses Wasser aus tieferen Schichten zu erschließen, da dort schädliche Umwelteinflüsse weitgehend ausgeschlossen sind. Betriebsführend für die Wasserwerke der Kreisstadt Limburg ist die EVL und damit für die sichere Wasserversorgung der Kernstadt Limburg und ihrer Stadtteile verantwortlich. Zu den Kunden gehören mit dem größten Anteil Haushalt und Gewerbe, gefolgt von Groß- und Sonderabnehmern und den städtischen Einrichtungen. Der Wasserverbrauch je Einwohner (ohne industrielle Kunden) liegt bei rund 50 cbm pro Jahr.

Technische Daten

Stand 2015

Einwohner im Versorgungsgebiet

36.400

Eingebaute Zähler

9.219

Hausanschlüsse

9.204

Gewinnungsanlagen

7

Wasserbehälterraum (Nutzinhalt)

11.980 cbm

Netzlänge (ohne Hausanschlüsse)

221,3 km

Die geltenden Satzungen zu Wasser finden Sie im Limburger Stadtrecht unter "Energieversorgung- und entsorgung". Bitte klicken Sie hier um dorthin weitergeleitet zu werden.

Service

Gebührenfreie Servicenummer
0800 655 4900

Notdienst (24 Std)
Erdgas
06431 2903-444

Notdienst (24 Std)
Strom
06431 2903-111

Notdienst (24 Std)
Wasser
06431 2903-0

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