Wasserkraftwerke

Wasserkraftwerke

Wasserkraftwerk "Am Katzenturm"

Fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas sind nicht unbegrenzt vorhanden. Erneuerbare Energien wie Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft schonen diese Ressourcen und sind außerdem noch emissionsfrei. Dabei kommt der Wasserkraft die größte Bedeutung zu, da die Energieausbeute im Vergleich zur Sonnen- und Windenergie am größten ist. Beim Wasserkraftwerk wird die Leistung einer Turbine über einen angekoppelten Generator in elektrische Energie umgewandelt.

Bereits 1925 hat die heutige Energieversorgung Limburg GmbH am Katzenturm ein Wasserkraftwerk gebaut. Mit der damaligen Leistung von 70 kW und einer erzeugten Arbeit von 300.000 kWh/Jahr war diese Menge an Energie ausreichend, die damalige Stadt Limburg mit elektrischer Energie zu versorgen. Hochgerechnet auf die heutige Zeit müssten ca. 700 solcher Anlagen existieren, um den Strombedarf der Stadt Limburg decken zu können.



Wasserkraftwerk "Brückenturm"

Als ein weiterer Beitrag zur umweltgerechten Energieerzeugung wurde am 17. Februar 1993 das Wasserkraftwerk Brückenturm offiziell eingeweiht. Das Wasser aus dem Schleusenkanal dient dem Kraftwerk als Zufluss. Unter dem Brückenturm wird das Wasser bis zum Turbinenhaus auf der unteren Seite der Schleuseninsel hindurchgeführt.

Das Kraftwerk nutzt - dank der beiden Wehre - ein Wassergefälle von etwa 3,60 Meter zur Energiegewinnung. Pro Sekunde durchlaufen bis zu 22 Kubikmeter Wasser die Kaplanturbine, die sich dadurch 152 Mal pro Minute dreht und bis zu 650 Kilowatt leistet. Theoretisch könnten mit dem Kraftwerk jährlich 4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigte jedoch, dass durch extremes Hoch- bzw. Niedrigwasser das Kraftwerk zwischenzeitlich abgeschaltet werden muss. Trotzdem lieferte es in den vergangenen Jahren durchschnittlich rund zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

Die Baukosten betrugen rund 8,5 Millionen DM und der Bau dauerte knapp 17 Monate. Herausgekommen ist ein wichtiger Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Senkung der Umweltbelastung. Würde die durchschnittliche Jahresleistung durch Steinkohleverbrennung erzeugt, ergäben sich die folgenden Emissionswerte:


rund 1750 Tonnen Kohlendioxid,
rund 4 Tonnen Schwefeldioxid,
rund 3,5 Tonnen Stickoxide
und rund 0,5 Tonnen Staub.


Ein weiterer ökologischer Aspekt: Alle im Kraftwerk verwendeten Schmierstoffe sind biologisch abbaubar, die Hydraulikflüssigkeit an der automatischen Rechenreinigungsanlage ist Rapsöl.

Um sicherzustellen, dass auch Flora und Fauna nicht zu Schaden kommen, wurden zum einen Fischtreppen angelegt, die sowohl am oberen als auch am unteren Wehr einen ganzjährigen Fischauf- und -abstieg gewährleisten. Zum anderen wurde ein Rohr eingebaut, durch das die Aale unbeschadet den Höhenunterschied am Wehr und das Kraftwerk überwinden können. So entstand ein umweltschonendes, ökologisch verträgliches sowie wirtschaftlich sinnvolles Kraftwerk in Übereinstimmung mit der Natur.


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